Neue TYPO3-Websites und Relaunches
TYPO3 lohnt sich, wenn eine Website organisatorisch komplizierter ist als technisch: viele Seiten, mehrere Sprachen, mehrere Auftritte in einer Installation, Redaktionen mit unterschiedlichen Rechten. In Bremen trifft das auf ein breites Umfeld zu — Unternehmen aus Hafen und Logistik, Lebensmittelindustrie oder Luft- und Raumfahrt mit Auftritten in mehreren Sprachen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit vielen Fachbereichen, Kammern und Verbände mit eigenen Redaktionen. Für eine schlanke Unternehmenswebsite mit einer Sprache und einer Redakteurin ist TYPO3 zu viel; dann bauen wir mit WordPress und eigenem Theme. Soll die Website verkaufen, koppeln wir sie mit einem Shopware-Shop, statt den Shop in das CMS zu zwingen. Das richtige System ist das, das Ihre Redaktion in drei Jahren noch gern benutzt.
Eine neue TYPO3-Website bauen wir als Composer-Installation auf TYPO3 v14 LTS. Die Konfiguration liegt in Dateien und damit in der Versionsverwaltung: Site-Konfiguration und Site Sets, TypoScript, Fluid-Templates. Inhaltselemente entstehen mit der Extension Content Blocks oder als eigene Datenstrukturen, zugeschnitten auf das, was Ihre Redaktion tatsächlich pflegt — nicht als Baukasten mit vierzig Optionen. Rechte vergeben wir je Seitenbaum, Benutzergruppe und Dateibereich, damit jede Abteilung ihren Teil pflegt und keinen fremden. Gebaut wird auf einem Staging-System, das Sie jederzeit erreichen; der Code liegt in einem Git-Repository, das Ihnen gehört. So bleibt nachvollziehbar, wer wann was geändert hat.
Ein Relaunch beginnt mit einer Bestandsaufnahme des alten Auftritts: Seiten, Inhaltselemente, Dateien, Formulare, Schnittstellen und alle Adressen, die Suchmaschinen kennen. Daraus entsteht eine Entscheidung je Bereich — übernehmen, neu aufbauen oder streichen — und eine Weiterleitungsliste, die vor dem Go-live auf dem Testsystem geprüft wird. Barrierefreiheit planen wir von Anfang an ein, denn nachträglich wird sie teuer. Wie das Ergebnis aussehen kann, zeigt M&S Armaturen: ein mehrsprachiger Unternehmensauftritt, in dem Produkte, Nachhaltigkeit, Karriere und Service in einer Struktur liegen, redaktionell selbst pflegbar, mit angebundenem Shopware-Shop. Mehr zum Vorgehen bei Neubau und Relaunch steht auf unserer Seite zur TYPO3-Agentur.
Betreuung und Wartung mit SLA — auch für übernommene Systeme
TYPO3-Wartung besteht aus vier Arbeiten: Core-Updates, Extension-Pflege, Pflege von PHP und Datenbank, Antworten auf Fragen aus der Redaktion. Jedes TYPO3 Security Bulletin prüfen wir am selben Arbeitstag darauf, ob Ihre Installation betroffen ist. Updates laufen zuerst auf einer Staging-Kopie, dort werden Backend, Formulare, Suche und Mailversand geprüft; erst dann geht das Deployment live. Dazu kommen Backups mit regelmäßigem Rücksicherungstest, Monitoring und ein Protokoll der durchgeführten Arbeiten — eines, das Sie der Geschäftsführung oder dem Datenschutzbeauftragten vorlegen können. Was ein Wartungsvertrag im Einzelnen umfasst, steht auf unserer Seite zur TYPO3-Wartung.
Die Reaktionszeit legen Sie im Service Level Agreement fest, in drei Stufen: 24, 8 oder 4 Stunden, als Monatspauschale netto. Ohne SLA bearbeiten wir Anfragen in der Reihenfolge des Eingangs, innerhalb von 48 Stunden in unseren Geschäftszeiten Mo–Do 9:00–16:00 Uhr, Fr 9:00–13:00 Uhr. Eine Rufbereitschaft außerhalb dieser Zeiten gibt es nur mit SLA. Nicht in der laufenden Wartung enthalten sind Major-Upgrades wie der Sprung von v12 auf v14, neue Funktionen und Redesigns; die setzen wir als eigene Projekte mit eigenem Angebot um. Die Pauschale nennen wir nach dem Blick in die Installation. Ein Preis ohne diesen Blick wäre ein Durchschnitt, den Sie mitbezahlen.
Viele TYPO3-Installationen, die zu uns kommen, hat jemand anders gebaut. Wer das war, ist für die Übernahme zweitrangig. Wir brauchen einen Backend-Zugang mit Administratorrechten, SSH-Zugang zum Server, das Git-Repository und möglichst die Domain- und DNS-Verwaltung; antwortet der Vorgänger nicht, fordern wir die Zugänge selbst an. Vor der Zusage sehen wir in Core-Version, Extensions, Eigenentwicklungen und Hosting und halten den Ausgangszustand schriftlich fest. Finden wir Spuren einer Kompromittierung, setzen wir das System zuerst sauber neu auf. Dass sich ein bestehendes System weiterentwickeln lässt, zeigt die Konzernwebsite der Bünting-Gruppe: Sharpness hat das vorhandene TYPO3 auf BFSG-Niveau gehoben, mit Sprungmarken, Kontrastmodus, Textgrößen und durchgehender Tastaturbedienung.
Extension-Entwicklung: eigene Funktionen, sauber eingehängt
Für vieles gibt es im TYPO3 Extension Repository, kurz TER, eine fertige Erweiterung, und wo sie gepflegt ist und passt, wäre eine Eigenentwicklung Verschwendung. Selbst gebaut wird dort, wo Ihr Ablauf vom Üblichen abweicht: Datensätze, die aus einem Fremdsystem kommen, Importe, die nachts über den Scheduler laufen, ein Backend-Modul für eine Fachabteilung, eine Suche über Bestände, die nicht in Seiten stecken. Jede Extension, ob aus dem TER oder selbst gebaut, ist eine Position, die bei jedem Update mitgeprüft wird. Deshalb fragen wir vor dem Bau, ob es sie braucht. Eine Extension, die nicht installiert ist, hält auch kein Upgrade auf.
Technisch entsteht eine Extension bei uns als Composer-Paket mit eigener composer.json: Extbase und Fluid für Logik und Ausgabe, TCA für die Datenstrukturen, Schreibzugriffe über den DataHandler, damit Rechte, Versionierung und Verlauf greifen. Eingehängt wird über die vorgesehenen Wege — PSR-14-Events, PSR-15-Middlewares, Symfony Dependency Injection, Symfony-Console-Befehle für alles, was ohne Browser laufen soll —, nie über Änderungen am Core. Das zahlt sich beim nächsten Upgrade aus: Veraltete Aufrufe findet der Extension Scanner, einen guten Teil der Anpassungen übernimmt TYPO3 Rector automatisch. Wie jede TYPO3-Extension steht der Code unter der GPL, und er liegt in Ihrem Repository.
Wie das im Ergebnis aussieht, zeigen zwei Projekte mit Fahrzeugbeständen. Bei Autohaus Brüggemann — sechs Standorte von Rheine bis Rostock, acht Vertragsmarken, ein Bestand im vierstelligen Bereich — führt die TYPO3-Website alle Fahrzeuge in einer gemeinsamen Suche zusammen, gespeist aus dem Händlersystem, nicht aus der Redaktion. Bei Eschen Nutzfahrzeuge liegt der Bestand an gebrauchten LKW und Nutzfahrzeugen als strukturierte Datensätze vor, redaktionell pflegbar und mobil nutzbar. Extensions, die andere Agenturen geschrieben haben, passen wir an, nehmen sie in die Pflege oder ersetzen sie, wenn das günstiger ist. Mehr dazu steht auf unserer Seite zur Extension-Entwicklung.
Updates und Upgrades auf TYPO3 v14
TYPO3 v14 ist seit dem 21. April 2026 die aktuelle LTS-Version und erhält kostenlosen Support bis zum 30. Juni 2029. TYPO3 v13 bleibt als vorherige LTS bis zum 31. Dezember 2027 mit Sicherheitsupdates versorgt. Für v12 endete der kostenlose Support am 30. April 2026, für v11 am 31. Oktober 2024; Sicherheitsfixes gibt es dort nur noch über den kostenpflichtigen ELTS der TYPO3 GmbH. Für v9 und älter gibt es gar keine Sicherheitsupdates mehr, auch nicht gegen Bezahlung. Updates innerhalb einer LTS-Linie gehören in die Wartung, der Sprung zwischen Hauptversionen ist ein Projekt. Diese Trennung entscheidet, ob etwas in ein Wartungsfenster passt oder ein eigenes Budget braucht.
Ein Upgrade beginnt mit Bestandsaufnahme und Extension-Audit: Welche Version läuft, welche Extensions haben ein v14-Release, welche Eigenentwicklungen nutzen entfernte Schnittstellen? Der Extension Scanner findet solche Stellen im eigenen Code, TYPO3 Rector erledigt einen guten Teil der Anpassung automatisch, den Rest erledigt Handarbeit. In v14 trifft es vor allem Plugins, die noch über list_type registriert sind — das Feld gibt es nicht mehr, Plugins werden als eigener Inhaltstyp registriert —, und eigene ViewHelper, für die Fluid 5 strikte Typen verlangt. Gearbeitet wird auf einer Testinstanz, Schritt für Schritt über die LTS-Stufen statt in einem Sprung. Ihre Website bleibt bis zum Umschalten live.
Nicht jedes Upgrade ist eines. Von TYPO3 v8 oder v9 aus ist der Weg auf v14 technisch ein Neuaufbau mit Datenübernahme: Inhalte, Seitenstruktur, Dateien und URLs kommen mit, der Code entsteht neu. Ist das Frontend ohnehin veraltet, kostet der Neubau oft weniger als der Rettungsversuch. ELTS ist sinnvoll als Überbrückung, wenn ein Relaunch bereits terminiert ist — als Dauerlösung ist es teuer. Und v13 als Zwischenziel lohnt sich nur, wenn eine geschäftskritische Extension für v14 noch fehlt. Welcher Weg in Ihrem Fall passt, steht nach dem Audit schriftlich fest; Fristen, Details und Ablauf erklärt unsere Seite zum TYPO3-Update. Entschieden wird an Zahlen, nicht am Bauchgefühl.
Warum ein Dienstleister aus Oldenburg
Sharpness sitzt in Oldenburg, nicht in Bremen, und tut auch nicht so. Der Weg ist kurz: rund 50 Minuten über die A28. Termine in Bremen vereinbaren wir dort, wo sie etwas bringen — zum Kick-off eines Neubaus, für das Gespräch über eine Übernahme, zur Abnahme vor dem Go-live, wenn mehrere Abteilungen mitreden. Die laufende Arbeit an einer TYPO3-Installation findet ohnehin nicht im Besprechungsraum statt, sondern im Repository, auf dem Staging-System und im Ticket. Deshalb arbeiten wir bundesweit remote, mit Videoterminen und festen Ansprechpartnern. Für Sie heißt das: Sie bekommen Termine, wenn sie nützen, und Fortschritt, ohne dafür anreisen zu müssen.
Erreichbar sind wir Mo–Do 9:00–16:00 Uhr, Fr 9:00–13:00 Uhr unter 0441 21 21 63 0, und am Telefon landen Sie bei jemandem, der Ihr System kennt — nicht bei einem Callcenter, das ein Ticket weiterreicht, und nicht in einem Verteilerpostfach. Die Sharpness Solutions GmbH besteht seit 1999, hat seitdem mehr als 250 Projekte umgesetzt und setzt TYPO3 seit 2004 ein. Das spricht weniger für Größe als für Kontinuität: Wer eine TYPO3-Installation über mehrere Hauptversionen begleitet, muss wissen, warum etwas vor fünf Jahren so gebaut wurde. Was das in der Praxis heißt, zeigen Projekte aus dem Nordwesten: das Diakonische Werk Oldenburg mit Einrichtungen, Angeboten und Beratungsstellen unter einem Dach, die Bünting-Gruppe aus Leer, Autohaus Brüggemann.
Standard ist bei uns Betrieb und Wartung aus einer Hand. Ihre Installation läuft auf eigenen Servern: einem Proxmox-PVE-Cluster im Hetzner-Rechenzentrum in Falkenstein, Deutschland, jede Kundenumgebung für sich, mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Wer betreibt, wartet auch — im Störungsfall muss niemand zwischen Hoster und Agentur vermitteln. Übernehmen wir ein System von fremdem Hosting, betreuen wir es zunächst dort, wo es läuft, und ziehen es nach der Bestandsaufnahme um. Die Domain läuft immer auf Ihren Namen, der Quellcode gehört Ihnen. Geht es in Bremen neben TYPO3 auch um einen Shopware-Shop, fasst unsere Seite für Bremen beides zusammen. Zuständig bleibt in jedem Fall dasselbe Team.